MBCT-Achtsamkeitstraining: Ein achtwöchiger Kurs zur Depressionsprophylaxe (Mindfulness-Based Cognitive Therapy bzw. achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie)
Geeignet für Personen mit der Tendenz zu sich wiederholenden Depressionen
KURSZEITEN: Acht Abende (montags) zu je 2,5 Stunden von 18.30 bis 21.00 Uhr plus ein Samstag (Tag der Achtsamkeit) von 10.00 bis 17.00 Uhr
RAHMENBEDINGUNGEN: Teilnehmer/innenzahl: 6 - 12 Personen Da es sich um einen durchstrukturierten Kurs handelt, sind Probelektionen nicht möglich Kursleitungssprache: Schweizerdeutsch
KURSGEBÜHREN: nach Einkommen (Selbsteinschätzung) - niedriges Einkommen: 720.- Fr. - mittleres Einkommen: 840.- Fr. - hohes Einkommen: 960.- Fr. Die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen
KURSLEITUNG: Ruedi Irminger: - 18jährige Achtsamkeitsmeditations-Erfahrung. - zahlreiche längere und kürzere Achtsamkeits-Retreats (Vipassana) in Asien und Europa.
- Ausbildung zum
MBSR-Kursleiter (Mindfulness-Based Stress Reduction; nach Jon Kabat-Zinn) bei
Frau Dr. Linda Myoki Lehrhaupt, Deutschland
- Weiterbildung zum
MBCT-Kursleiter bei Linda Lehrhaupt, Mark Williams, Thomas Heidenreich,
Johannes Michalak und Petra Meibert, Deutschland
VORGEHEN BEI INTERESSE AM KURS: 1. Kontaktaufnahme: 043 243 97 60 oder 076 535 71 75 oder ruedi.irminger@gmx.ch 2. Vereinbarung eines Termins für ein Erstgespräch 3. Anmeldung für den Kurs
Nächster Kurs: Für das Jahr 2012 ist kein Kurs in Planung.
INFORMATIONEN ZUM KURS
Rückfallrisiko bei Depressionen
Menschen, die in ihrem Leben
bereits eine depressive Episode erlebt haben, weisen ein erhöhtes Risiko auf,
erneut eine Depression auszubilden. Mindestens 50%
der Patienten, die sich von einer depressiven Episode erholt haben, erleiden
einen Rückfall. Bei Personen, die bereits mehrere depressive Episoden hatten,
erhöht sich das Rückfallrisiko nochmals deutlich: 70-80% von ihnen erleben eine
weitere depressive Phase.
Während die erste depressive
Episode meist in Zusammenhang mit einem sogenannten kritischen Lebensereignis
steht (Trennung, Misserfolg, Verlusterfahrung etc.), treten die weiteren
depressiven Episoden meist zunehmend spontaner auf. Immer kleinere Ereignisse
reichen aus, um einen Einstieg in die Depressionsspirale auszulösen.
Verstimmungen lösen negative Gedanken, Bilder und Erinnerungen aus und führen
zu Rückzug und verstärktem Grübeln. Man verfängt sich in diesen negativen
Geisteszuständen und verliert den Kontakt mit dem Hier und Jetzt.
Für Personen, die eine oder
mehrere depressive Episoden erlebt haben, ist es daher äusserst wichtig, diese
negativen Gedankenspiralen, die schon bei geringfügigen Ereignissen aktiviert
werden können, zu erkennen, um nicht von ihnen fortgetragen zu werden.
Achtsamkeit
Achtsamkeit
ist die Fähigkeit des Menschen, die eigenen Erfahrungen, die er von Moment zu
Moment erlebt, bewusst und nicht-wertend wahrzunehmen.
Im Kontext von MBCT hat das
Üben von Achtsamkeit insbesondere zum Ziel, eine neue Einstellung gegenüber den
eigenen Gedanken und Gefühlen zu entwickeln. Da sich bei depressiven Menschen
die Gedanken häufig verselbstständigen und wie von einem "Autopiloten"
auf Einbahnstrassen gelenkt werden, lernt man im Achtsamkeitstraining, aus
diesen negativen Gedankenschleifen auszusteigen und sich ins Hier und Jetzt
zurückzuholen.
Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) MBCT wurde
von den drei renommierten kognitiven Verhaltenspsychologen Zindel Segal, Mark
Williams und John Teasdale entwickelt und basiert im Wesentlichen auf dem achtwöchigen
MBSR-Programm („Stressbewältigung durch Achtsamkeit“) von Prof. Dr. Jon
Kabat-Zinn, einem Pionier der Ganzheitsmedizin. Es beinhaltet die Vermittlung
von formalen Achtsamkeitsübungen in Kombination mit grundlegenden Informationen
zum Thema Depression und Übungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie, welche
die Verbindung zwischen Denken und Fühlen hervorheben.
Das Programm
Das
Programm richtet sich an Personen, die
akut nicht depressiv sind, aber bereits mehrere depressive Episoden erlebt
haben. Da Achtsamkeit ihre Wirksamkeit nur durch regelmässiges Üben entwickeln
kann, setzt die Teilnahme am Kurs zudem die Bereitschaft voraus, über die Dauer
von acht Wochen täglich 30 bis 45
Minuten zu üben.
Weitere Eckdaten zum Kurs:
acht Abende zu jeweils 2 ½
Stunden
ein Intensiv-Tag der Achtsamkeit (10.00 – 17.00 Uhr)
individuelles Vor- und Nachgespräch
Abgabe von Kursmaterial und CDs zum Üben zu Hause
systematische Anleitung von Achtsamkeitsübungen im Sitzen, Liegen
und in Bewegung sowie in Alltagssituationen
Thematisierung und Austausch bezüglich Schwerpunkten wie
Achtsamkeit, Wahrnehmung, Depression, Beziehung zwischen Gedanken und Gefühlen,
Umgang mit unangenehmen Erfahrungen, Selbstsorge
Wirkung
Das regelmässige Üben während acht Wochen kann Ihnen dazu verhelfen,
die Zusammenhänge zwischen Denken und Fühlen besser
kennen zu lernen
besser zu merken, wann Sie Gefahr laufen, in eine
gedankliche und emotionale Abwärtsschlaufe zu geraten
neue Wege zu finden, um mit alten Denkgewohnheiten
umzugehen
sich selber mit mehr Freundlichkeit zu begegnen statt
sich ständig zu wünschen, dass die Dinge anders sind als sie sind
den Kampf mit sich selber aufzugeben
sich zu akzeptieren wie Sie sind statt sich selber
ständig zu bewerten
Empfohlene Literatur
Williams, J.M.G., Teasdale, J.D., Segal,
Z.V. & Kabat-Zinn, J.: Der achtsame
Weg durch die Depression. Arbor-Verlag 2009.
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